DUO LOULOU

​Lisa Ströckens und Stephan Goldbach, beziehen sich innerhalb ihres Projekts "LouLou und die Heerscharen der Verfluchten" auf Kompositionen von Künstler:innen wie z.B. Björk, Alban Berg, Theo Mackeben, Henry Purcell und Tom Waits. Das Duo schafft es, dieses Material so im Ensemblekontext zu vereinen, dass diese auch zeitlich scheinbar unendlich weit auseinander liegenden Kompositionen ihren Ursprungscharakter erkennen lassen und zusätzlich der strukturverändernde, improvisierende Gestus der beiden Musiker:innen dieses Ergebnis immer wieder eigenständig erneuert. Es ist ein Ergebnis, das den herausragenden Originalversionen am Ende eine zweite, neustrukturierte, erimprovisierte Version an die Seite stellt, die der Strahlkraft des Originals eine dichte, hochwirksame Spannungsebene hinzufügt.
„Die Schubertiade
des 21.Jahrhunderts!“
Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Konzerthaus Berlin
LOULOU & DIE HEERSCHAREN DER VERFLUCHTEN
PUBLIKUMSPREIS D-BÜ WETTBEWERB 2017
​„Heran zu mir, ihr Heerschar der Verfluchten, schakalt mir nach den eingegrabenen Samen: Entlockung! Schleuderhonig! Keimverderb!“ (aus Ball von G. Benn)
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Größte Quelle der Inspiration ist die Figur der Lulu gleichnamigen Oper von Alban Berg. Lulu=Mhmmmmuse! Und damit ist das Duo nicht allein: Es sind ganze Heerscharen die dem Wesen Lulus, dem “Tier” verfallen. Ein Fluch? Ein Segen? Ein merkwürdiges Spiel! Mit Texten von Frank Wedekind und Gottfried Benn, sowie Musik von Bach bis Björk. Hereinspaziert in die Menagerie!
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LOULOU & DIE VERFÜHRTEN DES TEUFELS
IM KONZERTHAUS BERLIN
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Im Jahr 2021 jährte sich die Uraufführung von Webers
"Der Freischütz" am heutigen Konzerthaus Berlin zum 200. Mal. Anlässlich dieser Jubiläums-Spielzeit veranstaltete das Konzerthaus Berlin Projekte, die sich mit der Tradition dieser ersten deutschen Nationaloper auseinandersetzen.
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Verfluchte LouLou! blickte gemeinsam mit Regisseur Jeffrey Döring, Trio Vier sowie der Neukompositionen durch Lars-Andreas Haug in den tiefen Abgrund der Wolfsschlucht und lauschte mit Schaudern, wie aus ihr die Anfänge deutschen Patriotismus und Nationalismus emporklingen. Es entsteht ein szenisches Konzert, das den Figuren Max, Agathe, Ännchen und dem Stelzfuß neue Worte eingibt, die ihnen Friedrich Kind verwehrte. Partien aus Webers Oper stehen Stücke aus Klassik, Pop und zeitgenössischer Musik gegenüber.
​LOULOU feat. KOSTIA RAPOPORT
& ANDREAS THAMM
präsentieren I NEED YOUR BREATH
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I NEED YOUR BREATH ist eine Spiralen drehende Meditation ins Herz der Isolation, die scheinbar nur die aktuellsten Motive aus den Lockdowns der Künstler:innen aufgreift und sich eigentlich an den Motiven von Georges Perecs Der Mann, der schläft (1967) entlanghangelt. Darin übt sich der Held in absoluter Lebens-Verweigerung. Ein Text, der frappierend gegenwärtig ist, aber selbst damals nicht aktuell war - das Buch ist eine intertextuelle Collage aus vielen anderen Büchern. In ähnlicher Weise collagiert auch I NEED YOUR BREATH das emotionale Ausgangsmaterial, insbesondere indem es dieses mit Musik anreichert, die sich nahezu aufdrängt: Hildegard Knef taucht auf, The Smiths, Heinrich Heine, Yung Hurn. Mit diesem Amalgam nähert sich die Gruppe der Beschreibung eines Zustands, die Fragen evoziert. Gibt es ein Entkommen? Und: Will man das überhaupt noch?



